Auszeit verwendet

Auszeit verwendet

Das Material für unsere Bademäntel

Bambusplantage für nachhaltige Kleidung

Im Studio Bamboo - Bambus, wie der Name sagt.

 

Unser feines Wirk-Frottier wird in einer italienischen Traditionsweberei gewebt und nach ökologischen Textilstandard gefärbt. Es besteht zu 90 % aus nachhaltig hergestellter Bambusviskose und zu 10 % aus recyceltem Polyester. Nein, nicht weil wir Polyester Fans sind, dieses 10% Gerüst ermöglicht ein spezielles Webverfahren, durch das Fäden ziehen weitgehend verhindert und das Frottee sehr robust wird. Dazu trocknet es etwas schneller.

 

 

 

 

Madonna trug mal ein T-Shirt auf dem stand: Italians do it better. Beim Thema Stoff unterschreiben wir das sofort. Unsere Suche nach dem richtigen Material führte uns in einige Länder - aber nirgends fanden wir Frottier von solcher Qualität und Schönheit wie in Italien. Dass es auch zu 90% auf Bambus basieren kann, war uns neu. Frottee aus Bambus/Italien ist zwar erheblich teurer als aus Baumwolle aber Qualität hat ihren Preis - wir finden, er sollte es wert sein. Was in unserem Design-Studio letztlich daraus entstanden ist, sind unsere herrlichen Bademantelmodelle in den Nuancen Melone, Litschi, Papaya, Granita und Pur.

 

Eigenschaften von Bambusfrottier

  • schöner, fließender Fall
  • seidenweiches Kuschelgefühl
  • edle, perlartige Optik
  • atmungsaktiv
  • natürliche Hautklimaregulierung
  • auch für sensible, zu Irritationen neigende Haut sehr gut geeignet
  • Langlebigkeit
  • ca. 3x höhere Feuchtigkeitsaufnahme als Baumwolle
  • hemmt Geruchsbakterien
  • vegan
  • antistatisch

 

 Umweltaspekte beim Anbau von Bambus

  • wenig Bewässerung, Bambus kann Wasser sehr gut speichern
  • Bambus produziert 35 % mehr Sauerstoff als herkömmliche Bäume
  • keine Pestizide oder Dünger nötig, Bambus bildet von Natur aus Stoffe, die ihn vor Bakterien- oder Pilzbefall schützen
  • braucht wenig Anbaufläche, Bambus wächst sehr schnell und in die Höhe und bringt ca. 10x mehr Ertrag pro m² als Baumwolle
  • die weit verzweigten Wurzeln verhindern Bodenerosion und leisten einen Beitrag zu gesunden Böden
  • Bambus absorbiert ca. 30 % mehr CO² als Baumwolle
  • die Bambuspflanze stirbt nach der Ernte nicht ab, sondern wächst nach
  • wächst rasend schnell (mit bis zu einem Meter pro Tag), im Grunde wie Unkraut
  • schafft für viele Kleinbauern auch eine Einkommensmöglichkeit in den Anbauländern, denn die Ernte erfolgt traditionell von Hand

 

In seiner Gesamtproduktionsbilanz ist Bambus wesentlich nachhaltiger als Baumwolle, die sehr viel Wasser, Dünger/Pestizide und Fläche braucht. Das belastet nicht nur die Böden, sondern verknappt auch Wasser und Fläche für andere Lebensmittel oder Wälder. Darüber hinaus sind viele Baumwollpflanzen, die heute im Anbau verwendet werden, inzwischen genmanipuliert.

 

Und falls jemand Angst hat, dass durch die Verarbeitung von Bambus einem Pandabär das Essen weggenommen wird - hier können wir beruhigen. Die Bambusteile, die ein Panda schnabuliert, sind für die Produktion von Bambustextilien nicht brauchbar.

 

Bambus wird nicht die Welt retten und wir vermutlich auch nicht - aber es kann einen Beitrag zum Wandel der Textilindustrie leisten.

Der Produktionsprozess unserer Bambusfaser - grob heruntergebrochen
Der Produktionsprozess unserer Bambusfaser - grob heruntergebrochen

 

Produktionsprozess der Bambusviskose

 

Wer eine Bambuspflanze im Garten hat, der kennt die harten Stängel. Um daraus ein feines, seidiges Garn zu machen muss ein Verarbeitungsweg beschritten werden, der auch durch einen chemischen Prozess führt. Dieses Verfahren gibt es noch gar nicht so lange. Zu Beginn der 2000er Jahre begann die Universität in Peking mit der Entwicklung eines Verfahrens, um aus Bambus eine Textilfaser zu gewinnen.

Inzwischen besteht ein patentiertes Herstellungsverfahren für die Bambusfaser Tanboocell der Firma Jiago Chemical Fibre Co Ltd., die bei unserem Frottee als Grundlage dient. Der Produktionsprozess des Garns beschreibt sich vereinfacht wie folgt:

 

Der Bambus als umweltfreundlicher Rohstoff wird als Erstes zu einer Bambusmasse zerkleinert. Im Produktionskreislauf wird sie dann gereinigt, anschließend in einer alkalischen Lösung eingeweicht und in Zellulose aufgespalten. Diese Zellulose Lösung wird dann unter hohem Druck durch eine Spinndüse zu einem Faden gepresst.

 

Der gesamte Produktionsprozess  ist nach modernsten Anforderungen von Ökologie und nachhaltiger Entwicklung ausgerichtet und bezüglich seines umweltschonenden und unschädlichen Verfahrens zertifiziert.

 

Im Vergleich zu herkömmlicher Viskose Produktion kommt hier ein hoch entwickelter technischer Ablauf unter Einsatz von Polymeren und Enzymen zur Anwendung. Die für den Prozess notwendigen zwei chemischen Komponenten werden dadurch erheblich reduziert und zusammen mit dem eingesetzen Wasser recycelt und wiederverwendet. Gleichzeitig werden in diesem hermetisch geschlossenem Produktionsprozess keine Substanzen an die Umwelt abgegeben, es kommt zu keinerlei Umweltverschmutzung.

Wir wollen Baumwolle nicht verteufeln - nur denken wir, dass die Mengen in der Art und Weise wie sie weltweit angebaut und verbraucht werden so nicht weiter funktionieren können. Auch Bio-Baumwolle wird zwar mit weniger Wasser angebaut und ohne Pestizide, dafür sind die Erträge kleiner, man braucht mehr Fläche für denselben Ertrag. Und auch wenn ein Gebiet niederschlagsreich ist, verbraucht gezielt gepflanzte Baumwolle trotzdem Wasser, das woanders aufgenommen würde. Bambus oder andere Stoffe könnten in vielen Bereichen eine Alternative sein. 

 

Warum gibt es dann nicht mehr Textilien daraus? Stoffe aus Bambus sind um einiges teurer in der Herstellung. Einen Hauptgrund könnte aber sein, dass es eine weltweite Baumwollindustrie mit entsprechender Lobby gibt, die wenig Interesse an einem Rückgang der Baumwollproduktion hat.